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1.4.16

Unser Finanzsystem verhindert Wohlstand !


Warum das Kapitalistische Geldsystem dem Recht auf Eigentum diametral entgegen wirkt:


Die derzeitige kapitalistische Interpretation des Rechts auf Eigentum:
 - bestehendes Eigentum wird in unbegrenzter Höhe staatlich geschützt
   - und das für eine unbegrenzte Zeit
 - Wer kein Eigentum hat, hat kein Recht darauf Eigentum zu erwerben**

Einfache Grenzbetrachtung:
 - wenn 100 Menschen alles haben, sind es ca. 6 Milliarden die kein Eigentum haben
   => das Recht auf Eigentum ist nur für eine ganz kleine Minderheit gültig

Ein Recht sollte jedoch für alle Menschen gleich gelten, sonst kann man es nicht als Recht bezeichnen. Das Recht auf Eigentum lässt sich deshalb nur realisieren wenn dessen Höhe pro Person begrenzt wird ! 
( und auch die Dauer des Schutzes grenzen hat. Betrifft vor allem das Vererben im Reichtumsbereich das zum langfristigen Schutz der Wirtschaft und der Gesellschaft besteuert werden sollte.)
** Würde das Recht auf Arbeit, wie in der UN Menschenrechtsdeklaration beschrieben, realisiert, könnte man von einem Recht auf den Erwerb von Eigentum sprechen, wenn die Löhne dafür genügen würden.

Wie kommt Heute Geld oder Vermögen in die Welt ? 


Private, Gewinnorientierte Geschäftsbanken emittieren Geld indem sie Anderen Schulden verkaufen und sich selbst den Betrag (plus Gebühren und Zinsen) gutschreiben. Im Banken Marketing Slang heisst das "Kredite vergeben", aber der erste Satz beschreibt den Vorgang korrekt, der Zweite ist PR. Die Bank muss dafür nur eine kleine Mindestreserve bei der Notenbank* hinterlegen. Sie zahlt also nichts für dieses sagenhafte Privileg, sondern es sind nur ein paar Prozent der Liquidität bei der Notenbank gesichert. Zudem wachsen diese Gutschriften laufend durch die Zinsen.
Weil in diesem System die Kredite immer kleiner sind als die Schulden, ist es unmöglich jemals die Schulden zurückzuzahlen. Im Gegenteil: Der druck auf die Mehrheit muss zwangsläufig wachsen. Denn die Schulden wachsen zwangsläufig schneller als die Vermögen. Die Vermögenden haben dadurch ein unschlagbares Druckmittel gegen den Rest der Welt. Daraus ersehen wir, dass dieser Vorgang kein Vermögen schafft, sondern, er vermehrt in erster Linie die Schulden und in zweiter Linie schafft er Liquidität.
Die diesen Grossbanken staatlich garantierten Privilegien führen zu einer übermächtigen Finanzbranche die ihnen erlaubt Löhne und Boni abzukassieren die ein Mehrfaches einer vergleichbaren Arbeit in einer anderen Branche ausmachen. Selbst dann wenn sie gleichzeitig zur Rettung einer Grossbank beim Staat Milliarden abholen. In der Schweiz letztmals 2008.
Trotz oder wegen der Niedrigzinspolitik werden ähnliche 'Crash' oder 'Krisen' wieder auftreten, denn das Grundproblem ist nicht gelöst.
Im Gegenteil, das oben erwähnte unschlagbare Druckmittel wächst unentwegt. Gegen diesen Druck kann für gemeinwohlnützliche Arbeit kaum ein existenzsichernder Lohn durchgesetzt werden, weil das Kapital und die Finanzbranche viel stärker sind. Wir leben in einer Ökonomik die eine auch nur annähernd gerechte, ökologische oder florierende Wirtschaft im Prinzip verunmöglicht. Nur kleine Nischen des Erfolges auf Kosten Anderer sind möglich.
Was in aller erster Linie Notwendig ist: Ein Geld- und Finanzsystem das einen wachsenden Wohlstand zulässt: Mögliche Ansätze werden hier in loser Folge Publiziert.

Zürich, 1.4.2016, Colin Robert Mertzger, crmatg@gmail.com

31.3.16

Paket von Ansätzen gegen das Wohlstandsverhinderungsproblem


1. Schuldenfreie Geldemission für gemeinwohlnützliche Arbeit (Leistung)
=> schafft Vermögen, erlaubt raschen Staatsschuldenabbau.
 2. Kein Emissionsprivileg für Gewinnorientierte Banken
 3. Besteuerung hoher Vermögen   => verbessert Recht auf Eigentum !
 4. Verbrauch natürlicher Ressourcen besteuern
 5. Klärung des Eigentums an natürlichen Ressourcen und dessen Grenzen
=> Länder der 3tten Welt gegen Raubbau unterstützen
6. Abschaffen aller Steuern auf der Arbeit inkl. MwSt.
=> erhöht Löhne und Kaufkraft um ca. 22%
 7. Abschaffen der PflichtPensionskassen, Rente ersetzen durch 1.
=> erhöht Löhne um ca. 8% und senkt Mieten um etwa 9% => +17%
 8. Belastung natürlicher Ressourcen besteuern

Natürlich ist es möglich, dass gegen eine schuldenfreie Geldemission Verunsicherungskampagnen losgetreten werden: Die gängige Behauptung, es würde zu Inflation oder gar Hyperinflation führen, stimmt jedoch nur, wenn zu schnell viel zu viel schuldenfreies Geld für nicht wirklich den Gemeinwohl Kriterien entsprechende Aufgaben in Umlauf gesetzt wird.
Grundsätzlich steht es jedoch ausser Frage, dass mit einer Förderung der  Gemeinwohlnützlichen Arbeit mehr Werte geschaffen werden als durch eine Finanzgewinnorientierte. Endlich hätte das Geld wieder einen realen Gegenwert: Die Gemeinwohlorientierte Leistung. Das deckt auch die Vermögensbildung durch schuldenfreie Geldemission. Zudem werden durch die Rückbindung der Finanzprivilegien so viel Kaufkraft und gemeinwohlorientierte Arbeit frei, dass die Binnenwirtschaft florieren kann. Eine selbstsichere Umsetzung der obigen Punkte würde das Vertrauen in Staat und Währung wahrscheinlich nicht schmälern - wobei wir ja lieber einen tieferen Frankenkurs hätten - oder vielleicht doch nicht? 
Wenn diese Massnahmen zu einer besseren Verteilung der Vermögen führen, ist das ein weiterer, stabilisierender Faktor und wir kämen in die Nähe eines echten Rechts auf Eigentum für alle und einer Ökonomik die einen breiten Wohlstand nicht verunmöglicht, sondern wahrscheinlich macht.

Zusammenfassung:
Im Kapitalismus ist im Grunde Gewinn nur dann möglich wenn Anderen die entsprechenden Schulden oder Verluste angedreht werden, bzw. von ihnen freiwillig oder unfreiwillig übernommen werden. 
Ein Ökonomik- und Finanzsystem, das gemeinwohlorientierte  Leistung honoriert ist in den nächsten 10 Jahren DIE Lebensqualitäts-Super-Chance für die Gemeinwesen die ein Solches einführen. Diese werden dem Inhalt des Rechts auf Eigentum sehr entgegen kommen, gerade auch weil sie zu einer besseren Verteilung der Vermögen und der Produktionsmittel beitragen.
Weitere valable Ansätze die in diese Richtung weisen sind Bedarfsökonomie,  Care Ökonomie, Schenkökonomie, Gemeinwohl-Ökonomie, Vollgeld, Monetative, Grundeinkommen, Transaktionssteuer, Mikrotransaktionssteuer, ... 
Mit anderen Worten: Es gibt sagenhaft viele Möglichkeiten an einem Punkt zu beginnen. Letztlich kommt es darauf an, dass wir zusammenfinden um den Wechsel anzubahnen. 

Zürich, 31.3.2016    Colin Metzger, 8050 Zürich, crmatg@gmail.com

9.2.15

Überwinden der Finanzkrise - in der Krise am wahrscheinlichsten?

Der Beitrag von Colin Metzger beleuchtet die Chance eines in Krise und Not geratenes € - Zone - Land sich aus dem Würgegriff des Kapitalismus befreien könnte.

13.10.14

DIE HOCH GELOBTEN VERMÖGEN - Was sind sie wirklich ?

Jedes Vermögen verlangt in Zukunft eine Leistung - sonst wäre es Keines.
Wenn es ein extrem hohes Vermögen ist, kann es ins unendliche immer mehr Leistung verlangen. Diese Ansprüche sind rechtlich durchsetzbar! Damit hat der Superreiche den Staat auf seiner Seite.
Je höher die Vermögen, desto mehr müssen die Armen künftig leisten. Denn die Reichen vermehren ihr Vermögen - das ist ihre einzige 'Leistung'. So weit die gesicherten Erkenntnisse.
Die Ökonomie behauptet, Vermögen sei angesparte Leistung. In seltenen Fällen mag das zutreffen, ist aber irrelevant. Denn es geht bei den Vermögen vor allem um ihre Wirkung auf die Zukunft. Genauso wie bei den Schulden: Es mag sein, dass sich jemand etwas zu Schulden kommen liess oder ein Unternehmen mit einer Pleite geendet hat. Aber das Wesentliche ist: Ein verschuldeter Staat ist gezwungen die Ausbeutung voran zu treiben. Vor allem Superreiche haben dafür gesorgt, dass Steuern gesenkt und dadurch die Gemeinwesen verschuldet wurden. Hoch rentable Sache. Mehrfach.
Es soll Fälle geben in denen eine Superreicher sein Vermögen tatsächlich 'verdient' hat. Da sollten jedoch gewisse menschenmögliche Grössenverhältnisse gewahrt werden. Ein Milliardär hat so enorme Ansprüche an die Zukunft, dass er ganze Staaten versklaven kann.

18.2.13

6-Punkte-Programm für die Marktwirtschaft der Zukunft

  1. Die profitorientierte Geldschöpfung der Privat­banken muss unter­bunden werden wenn wir nicht weiterhin von Krise zu Krise taumeln wollen und nicht mehr zulassen wollen das jährlich immer mehr Kinder an Hunger und dessen Folgen sterben. Sie ist der Hauptmotor der Ausbeutung von Natur und Mensch wie wir sie Heute weltweit erleben. Die direkte und indirekte Spekulation gegen Gemeinwohl Interessen mit zur Zeit billigem National­bank­geld lässt sich nicht anders stoppen. Auch die Steigerung der Staats- und Privat­verschuldung nicht.
  2. Eine Monetative* die dem Staat bzw. den Gemein­wesen bewilligt pro Person einen bestimmten Betrag schulden­freies Geld für Erziehung, Schulung, Ausbildung und Chronisch­kranken­pflege zu schöpfen und bedarfs­gerecht auszuzahlen.  *demokratisch legiti­miertes Fachgremium das dem Allgemein­wohl verpflichtet ist. Heute kennen wir in den meisten Staaten bereits Legisla­tive, Exeku­tive und Judika­tive. Neu käme die Instanz Monetative dazu die im Sinne der Demokratie Geld­angelegen­heiten regelt.
  3. Umorientierung des Finanzwesens auf Gemein­wohl Inte­ressen. Qualität und Effizienz in allen Bereichen würden davon profitieren. Das Finanzwesen, zusammen mit den Milliardären hat heute eine ungesunde Übermacht gegenüber allen anderen Branchen und der Demokratie. Nur so lässt sich die wirtschaftliche Sicherheit für die Mehrheit der Pensionierten wiederherstellen.
  4. Privatvermögen mittels natürlicher, sanfter Vermögens­steuer auf ca. 200* Millionen Franken nach Steuern begrenzen. So würde immernoch genug Substanz, sogar für die hoffentlich bald nicht mehr so aufgeblähte, schweizer Finanz­industrie, bleiben. Zudem wäre das eine perfekte Motivation für Firmen­inhaber ihr Geld in der Firma zu lassen - eine Voraussetzung für nachhaltige Arbeitsplätze. *Christian Felber sieht es eher bei 10 Mio €
  5. Messung und veröffentlichen der gemeinwohl­gewichteten volks­wirt­schaft­lichen Leistung statt des Abzockerfolgs Gewinn und des Ver­schwen­dungs­indexes Brutto­sozial­produkt. Sobald diese Messung die Genauigkeit heutiger Rentabilitäts­messungen erreicht, sollen auch die Löhne der volkswirt­schaft­lichen Leistung annähern statt den Grossteil des Geldes dem schnellen, geschickten Abzockertum zu überlassen. Unterstützt und sichert die Wende.
  6. Vergabe niedrig verzinslicher Darlehen an Unternehmen die positive Gemeinwohl­bilanzen nachweisen. Das kann sowohl über demokratisch kontrollierte Staatsbanken aber auch über darauf spezialisierte private Bank­institute geschehen. Im Prinzip gibt es bereits überaus stabile Banken dieser Art - nur sind die Rahmen­bedingungen heute nicht gut genug um diesen Banken und ihren Kunden gute Chancen auf den leistungs­gerechten Teil des Wirt­schafts­kuchens zu geben. Zudem sind die Rahmen­bedingungen für die Grossbanken und das abzockende Finanz­business Heute viel zu paradiesisch. 
  7. ­
Einführung und Erläuterungen

22.12.12

Grundprobleme des Kapitalismus

Dies ist nicht mein Erster und sicher auch nicht mein letzter Versuch dieses Kernproblem kurz und klar darzustellen:
  1. Die kapitalistische Marktwirtschaft kann für armutsbetroffene Menschen in Not nichts tun - nur die Ausbeutbaren überleben. Es sterben jährlich mehr Menschen an unnötigem Hunger.
  2. Staatsverschuldung und Volksverschuldung werden durch das kapitalistische Geldsystem erzwungen.
  3. Extreme Vermögenskonzentration entsteht im Kapitalismus zwangsläufig*.
  4. Finanzmarktkrisen sind dem Wesen des kapitalistischen Geldsystems inhärent.
  5. Machtorientierung statt Leistungs- Sozial- und Nachhaltigkeits- Orientierung ist die Folge - nicht die Ursache.
  6. Hoher Anteil leistungsloser Gewinne belegt die Ineffizienz des kapitalistischen Systems.
  7. Beschleunigung und Wachstumszwang sind Folgen des kapitalistischen Geld- und Zinssystems. Deshalb haben wir eine gehetzte Gesellschaft.
Es freut mich, wenn Sie mir ein Echo zukommen lassen.
Sie können diesen wie fast alle Artikel in diesem Blog öffentlich kommentieren oder ein Mail senden. Mailadresse im ersten Kommentar.
Präventiv erwähne ich hier einige Differenzierungen:
* zu 3.: Erfolgreiche Phasen der Marktwirtschaft waren begleitet von entschiedenen Eingriffen gegen diese Vermögenskonzentration: Hohe Steuern auf hohen Vermögen.
zu 5. Die Gemeinwohl Ökonomie arbeitet an einem praktikablen Ansatz Richtung nachkapitalistische Marktwirtschaft zu steuern ohne auf ein besseres Geld- und Finanzsystem zu warten.
zu 1. Die Grameen Bank reduziert die Armut über sozialunternehmerische Mikrokredite. Der Gründer der Bank postuliert heute den Aufbau eines sozialen Wirtschaftssektors - "social business"
zu 1. Die kapitalistische Marktwirtschaft kann nichts Notwendiges tun da Menschen in Not weder Waren noch Dienstleistungen bezahlen können.
zu 4. Die Beschreibung der Vollgeldreform als Alternative zum kapitalistischen Geld- und Finanzsystem formuliert diese Zusammenhänge klipp und klar.

5.7.12

Die erste Nobelpreisträgerin für Ökonomie

... hat die Annahmen der Mainstream Ökonomie über den Homo oeconomicus widerlegt.

Elinor Ostrom (1933–2012) Politologin an der Indiana University USA arbeitete theoretisch und experimentell auf dem Gebiet der Gemeingüter («Governance of the Commons»). Ihr Werk überzeugte: 2009 verlieh man ihr den Nobelpreis für Ökonomie.

25.6.12

Ökonomik für den Menschen

Wie lässt sich die Produktion und der Markt auf die Bedürfnisse aller Menschen ausrichten? Wenn wir diese Frage beantworten können, werden sich in einer aufgeklärten, demokratischen Welt auch die entsprechenden Lösungen durchsetzen - früher oder später.
Skizze der wichtigsten Ansätze:
  1. Geldemission über die einzelnen Menschen statt zu Profitzwecken über die privaten Grossbanken. Kann private und staatliche Verschuldung weitgehend aufheben bzw. verhindern. Emissionsrecht des Staates pro Kopf. Lässt sich national einführen.
  2. Marktdominanz Einzelner durch Vermögenssteuern auf Milliardenvermögen reduzieren. Soll zu einer Obergrenze für Vermögen führen.
  3. Arbeit zuerst - Soziale Leistung soll sich lohnen, nicht Abzockerei und Profitgier.
  4. Bedingungsloses Grundeinkommen - zumindest für Bedürftige in Hungergebieten.
  5. Internationaler Kaufkraftausgleich und Besteuerung von Finanztransaktionen sollen unproduktive Spekulationsaktivitäten bremsen.
  6. Gerechte und effiziente Börsen mit stark vermindertem Risiko: Kauf & Verkauf Aufträge sollen nur noch vor Börseneröffnung - mit Konditionen wie min. bzw. max. Preis, ev. auch abhängig von Handelsvolumen, Indizes usw. - abgegeben werden. Bei Schluss haben dann alle einen gerechten, Computergerechneten Preis für ihre Transaktion. (heute sind Speedtrader und Raider übervorteilt zudem ist das Insiderproblem im bisherigen System nicht in den Griff zu kriegen).
  7. Sozialwährung(en), demokratische Qualitätssysteme, demokratische Kooperationssysteme, Postwachstumsökonomik ...

16.2.12

Grundprobleme des Kapitalismus

  1. Die kapitalistische Marktwirtschaft kann nichts Notwendiges tun da Menschen in Not weder Waren noch Dienstleistungen bezahlen können. Alternative(n)
  2. Staatsverschuldung, Volksverschuldung, Erwerbslosigkeit Alternative(n)
  3. Vermögenskonzentration. Alternative(n)
  4. Finanzmarktkrisen und Arbeitslosigkeit Alternative(n)
  5. Machtorientierung statt Leistungs-, Sozial- und Nachhaltigkeits- Orientierung. Alternative(n)
  6. Hoher Anteil leistungsloser Gewinne. Alternative(n)
  7. Beschleunigung und Wachstumszwang: Die gehetzte Gesellschaft. Alternative(n)
  8. Finanzwesen: Systemische Korruption, Offshore Banking, Bankgeheimnis Probleme, Ursachen, Alternative(n)
  9. Starkes Denksystem das soziale, ökologische und demokratische Kooperationsformen verdrängt.

17.10.11

Grenzenlose Gewinne und Vermögen erzeugen Finanzkrisen

Grenzenlose Gewinne und grenzenlose Vermögen erzeugen Finanzkrisen gefolgt von Wirtschaftskrisen die grenzenlose Schulden und grenzenlose Armut hinterlassen.
Es gäbe sicherlich optimale Grenzen und eine optimale Verteilung die Finanzkrisen unwahrscheinlich machen würden.
Eine extrem wichtige Grenze brauchen wir um die Blasenbildung durch die Grossbanken zu verhindern. Notenbankgeld sollte nur Banken verliehen werden die keine Profitmaximierende Spekulation betreiben. Banken die weiterhin von der Nationalbank Geld wollen sollen auf den Eigenhandel und das Investmentbanking verzichten.
Das zweite Klumpenrisiko das angegangen werden muss sind die Milliardenvermögen. Diese sind zu einer Bedrohung für die Wirtschaft angewachsen. Es macht Sinn diese Vermögen einheitlich zu besteuern um die grössten Klumpenrisiken zu reduzieren.
Wir entwickeln zur Zeit einen Vorschlag für eine moderate Vermögenssteuer die vor allem die Risiken die von den grössten Vermögen ausgehen effektiv dämpft und die Vermögensbildung bis zu komfortablen 2 Millionen erleichtert.

4.2.11

Die Vollgeldreform als Lösungsansatz

  1. Armut und Staatsverschuldung abbauen, die Wirtschaft und die Demokratie absichern und Gleichzeitig die Freiheit der Mehrheit mehren!
    => Das lässt sich am einfachsten mit der Vollgeldreform erreichen.
  2. Leistungslose Gewinne der Banken und Superreichen sind die tiefere Ursache von Finanzkrisen !
    Und gleichzeitig der tiefere Grund für die Verschuldung der Staaten !
    => Die Vollgeldreform kennt Lösungswege für dieses Problem
  3. Sichere Stellen für die Mehrheit lassen sich über die Vollgeldreform erreichen!
  4. Heute haben die Finanzbranche und die Milliardäre so viel Macht, dass Arbeit und Natur ausgebeutet werden.
    => Die Mehrheit kann ihren Wohlstand wahrscheinlich nur über eine Vollgeldreform absichern.
  5. Grundproblem: In der Verfassung wird der grösste Teil der Geldmenge nicht geregelt !
    Dadurch können Banken, Spekulanten und Pensionskassenverwalter beliebige Blasen bilden! Sie fühlen sich sogar dazu gezwungen - über den kapitalistischen Markt - weil die Andern das auch machen.
    Dieses Kernproblem ist Hauptgrund für Armut, Hunger und Krisen in der Welt !
    => Die Vollgeldreform ist eine Grundlage zur Lösung dieser Probleme !
Weitere Informationen zur Vollgeldreform von der MONETATIVE
Die 5 Punkte sind aus unserer Sicht die Hauptargumente. Wir haben sie als Thesen 3.4.1 - 5 in unseren Thesenkatalog aufgenommen.

9.12.09

These 1.1 Das Wirtschaftssystem ist schlecht organisiert

Es gäbe bessere Arten die Wirtschaft zu organisieren als die Macht der Superreichen und der Finanzwelt zu stützen. Profitmaximierung führt nicht zu Effizienz - nur zu effizienter Ausbeutung und zu den falschen Menschen in Machtpositionen.
Die Geldschöpfung, das Kreditwesen und die ganze Wirtschaft könnte wirtschaftlich, ökologisch und sozial besser organisiert werden. (Thesen 1.1.1/1.1.2/1.1.3/1.1.4/1.1.5/1.2 und neues Material)

15.11.09

These 2.4.2 Steuern auf Finanztransaktionen würden helfen

Steuern auf Börsentransaktionen waren früher normal. Doch im Zuge der Liberalisierung und Deregulierung der Finanzmärkte wurden sie fast überall abgeschafft. Zwischen 1988 und 2000 in Spanien, Japan, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, in Australien und Schweden.
Es war der US-Ökonom James Tobin – alles andere als ein Linker –, der 1972 die Idee einer Steuer auf Devisenumsätze lancierte. Die Idee wurde von der Antiglobalisierungsbewegung weiter entwickelt.
Auch die sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien Europas, die Gewerkschaften und viele Kirchen sind dafür. In französischen, belgischen, österreichischen und deutschen Regierungskreisen wird die Idee erwogen.
Am Treffen der G20-FinanzministerInnen 7./8. Nov. 2009 plädierte Gordon Brown offen für eine internationale Finanztransaktionssteuer.
Die Tagesschau des schweizer Fernsehens vom 7. 11. erklärt eine solche Steuer für unmöglich und bezichtigt Brown der billigen Wahlpropaganda.

14.11.09

Monetative - Die Geldschöpfung neu regeln

These 1.2.2.1: Mit der Geldschöpfung in öffentlicher Hand ergibt sich die einmalige Gelegenheit, die drückende Staatsschuld in wenigen Jahren um die Hälfte abzubauen – geräuschlos und ohne schmerzliche Einschnitte. Hier der Beginn der Beschreibung auf monetative.de :
Geldschöpfung in öffentliche Hand (These 1.2.2)
Die Wurzel der jüngsten Finanzkrisen liegt im heutigen Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die maßlose Überschuldung vieler Beteiligter. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für
1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung
2. die Beendigung jeglicher Bankengeldschöpfung
3. die schuldenfreie Inumlaufbringung neuen Geldes durch öffentliche Ausgaben.

20.9.09

These 2.4
Je mehr Kapital gewinnbringend angelegt wird, desto weniger zahlt die Arbeit

Im Kapitalismus wird den Anlegenden so viel Macht gegeben, dass sie die Leistenden mit ihren Ansprüchen ersticken.
Fakten: Gewinne und Hunger explodieren / Die falschen Menschen in Machtpositionen / Katastrophale Krisenbewältigung / Armut in der Schweiz
Ende 2008 zahlten sich die Wallstreet Banker 18 Mia.$** an Boni aus - den 6sthöchsten Betrag aller Zeiten.
Exakt das Zehnfache der
1.8 Mia.$ die im gleichen Jahr von sämtlichen Staaten der Welt zusammen als Hilfe gegen den Hunger aufgebracht wurden. Für 1 Mia. Menschen.
Q: TA 12.9.2009 Constantin Seibt

**
die Anlegergewinne dürften das 4 bis 8 fache dieser 18 Mia. gewesen sein. Die Gewinne an den anderen Börsen, die Krisenaufwendungen der Staaten, ... alles gehört in die Zahl die man mit der Hilfe in Relation setzen müsste => Kapitalismus erzeugt Hunger, Armut, Boom und Krisen.

8.6.09

These 2.2 Allgemeine Erwerbsversicherung AEV

Unter dem Titel "Die Grosse Reform" ist ein neues Grundlagenwerk von Ruth Gurny und Beat Ringger erschienen. Es handelt sich um den sozialpolitischen Reformvorschlag des Denknetzes www.denknetz-online.ch für die Schweiz. Lohnende Lektüre!
Die Umsetzung des Vorschlags würde wirtschaftliche Sicherheit und Demokratie stärken.

10.2.09

These 2.4.1 - Gesunder Anteil von Finanzbranche und Gewinn

Der gesamte Kapitalgewinn und der gesamte Verdienst der Finanzbranche sollten zusammen in einer gesunden Wirtschaft nicht mehr als 15% der gesamten Lohnsumme der Realwirtschaft betragen. Neues Material

Beleuchtende Kommentare:
  • Wenn man die Altersvorsorge über Kapitalgewinne mitfinanziert, erhöht sich der Prozentsatz - Ausbeutungstendenz und Risiko steigen.
  • Regionale Unterschiede sind an sich kein Problem - nur ist die Abhängigkeit einer Region von einer derzeit extrem überbewerteten Branche ein Risiko für die Region - sie riskiert erpressbarkeit.
  • «Das Weltfinanzsystem ist so explosionsartig gewachsen in den letzten Jahrzehnten, dass es die Realwirtschaft im Verhältnis fast auf zwerghafte Dimensionen hat schrumpfen lassen.» Niall Ferguson in seinem neuen Buch «Der Aufstieg des Geldes – die harte Währung der Geschichte»
  • Überhöhte Gewinne der Finanzwirtschaft und der Besitzenden saugen die Realwirtschaft und die aktive Mittelschicht aus* - und die arme Mehrheit auf der ganzen Welt wird brutal ausgesogen. Das gilt genau gleich ob gerade Boom oder Krise herrscht. *Gilt nicht zwangsläufig in jedem Fall aber im Wesentlichen.
  • So lange das Missverhältnis zwischen Finanzwirtschaft und Realwirtschaft weltweit anhält, wird Ausbeutung und Instabilität die hauptsächliche Realität des Wirtschaftssystems bleiben.

4.2.09

These 2 - Prioritätenliste gegen Wirtschaftskrisen

  1. Integration aller Schichten in den wirtschaftlichen, demokratischen und gesellschaftlichen Prozess. Armut bekämpfen, in Kooperation mit den Betroffenen Menschenrechte realisieren.
  2. Zu viel Abkassiertes muss wieder sinnvoll verwendet werden, damit den produktiven Wirtschaftskräften genügend Spielraum zur effizienten Weiterarbeit und Weiterentwicklung bleibt. Abzockerrechte müssen deshalb beschnitten werden - bis hin zu notrechtlichen Teilenteignungen von Superreichen. >Menschenrechte vor Abzockerrechten!<
  3. Wirtschaft stabilisieren - jetzt alle rechtlichen und notrechtlichen Möglichkeiten nutzen um den notleidenden Schichten zu helfen und den Privilegierten Managern, die versagt haben, die Hebel der Macht zu entziehen. Leider machen die Staaten oft das Gegenteil. Sie versuchen das kranke Weltfinanzsystem zu retten was wiederum der Abzockerei freien Lauf lässt - auch während der Krise. Der Film 'Grounding' inkl. 2. DVD Dokumaterial - erhältlich in Videotheken - schildert detailliert wie das abläuft. Ansehen! So informiert kann man sich gut ausmalen wie wir diesmal mittels UBS Rettungspaket abgezockt werden. Marcel Ospel ist zwar nicht mehr UBS CEO aber wir befürchten, dass das System Ospel weiterlebt. Auch deshalb: >Boni zurück!<
  4. Demokratische Regulierung, Transparenz und Kontrolle im Finanzsektor sind für die Entwicklung einer sozialen und nachhaltigen Marktwirtschaft notwendig. Das Kapitalistische Finanzsystem hat versagt. Es ist ineffizient und krisenanfällig.

18.10.08

These 3 - Armut reduzieren heisst Menschenrechte realisieren

Die richtige Prioritätenliste um die Armut zu reduzieren ist:
  1. Menschenrechte Realisieren - Armut bekämpfen, in Kooperation mit den Betroffenen. Integration aller Schichten in den demokratischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozess.
  2. Abzockerrechte beschneiden - bis hin zu notrechtlichen Teilenteignungen von Superreichen. Das zu viel Abkassierte muss wieder sinnvoll verwendet werden, damit den produktiven Wirtschaftskräften genügend Spielraum zur effizienten Weiterarbeit und Weiterentwicklung bleibt. >Menschenrechte vor Abzockerrechten!<
  3. Wirtschaft stabilisieren - jetzt alle rechtlichen und notrechtlichen Möglichkeiten nutzen um den notleidenden Schichten zu helfen und den Privilegierten Managern, die versagt haben, die Hebel der Macht zu entziehen. Leider machen die Staaten oft das Gegenteil. Sie versuchen das kranke Weltfinanzsystem zu retten was wiederum der Abzockerei freien Lauf lässt - auch während der Krise. Deshalb unterstützen wir die Aktion "Einkauf statt Freikauf" und die Forderung >Erbschaftssteuer auf Bundesebene!<
  4. Demokratisches Finanzsystem entwickeln Das Kapitalistische hat versagt. Es ist ineffizient und krisenanfällig. Demokratische Regulierung, Transparenz und Kontrolle im Finanzsektor sind für die Entwicklung einer sozialen und nachhaltigen Marktwirtschaft notwendig.
Diese Prioritätenliste ist gleichzeitig gegen die aktuelle Finanzkrise und künftige Wirtschaftskrisen einsetzbar! Siehe These 2

Leider kennen wir noch kaum Organisationen oder gar Staaten oder Wirtschaftsverbände die klar an diesen Aufgaben arbeiten. Sie wären für die Menschheit entscheidend - höchste Zeit, dass die Politik, die Wissenschaft und ... wir Alle daran arbeiten.

Ansätze die wir sehen:

  1. Amnesty International und ATD Vierte Welt starten zur Zeit die Kampagne "Gerechtigkeit gegen Armut". Sie arbeitet eindeutig am obigen Punkt 1. Uns ist noch nicht klar ob es von diesen Organisationen aus gesehen erwünscht ist die obigen Zusammenhänge mit ihrer Kampagne in Verbindung zu bringen. Wenn die ganzen Zusammenhänge gesehen werden, könnte eine gemeinsame Kampagne mit der ganzen Gewerkschaftsbewegung und allen politischen Parteien und NGO denen das Schicksal der Armen nicht egal ist, aus diesem Ansatz heraus entstehen. Sie hätte das Potenzial zu einer weltweiten Bewegung heranzuwachsen. Allerdings sollten sich unbedingt auch staatliche Institutionen und Verwaltungen an einer solchen Kampagne beteiligen.
  2. Alternativbanken entwickeln innerhalb des Kapitalismus Methoden die das Potenzial haben als Modell für die Punkte 3 - 4 zu dienen. Auch ein bisschen was zu Punkt 2 und 1.
  3. Soziale Mikrokreditinstitute wie die Grameen Bank arbeiten an der Integration von Armutsbetroffenen in die Wirtschaft und damit eher indirekt an der Realisierung der Menschenrechte. Dort entwickelten Modelle könnten in Konzepte für die Punkte 2 - 4 einfliessen.
  4. Die ökologische Bewegung arbeitet an der Anwendbarkeit von Nachhaltigkeitskriterien - auch für ein neues Finanzsystem sehr brauchbar. Die Ökobilanzierung ist ein interessanter Ansatz.
  5. Ein reicher Schatz an Vorschlägen ist in Foren, Büchern und real gelebten Beispielen vorhanden.

These 4.2 - Geld ist eine Art Rauschmittel

Anlässlich der Weltfinanzkrise 2008 wurde im Tages-Anzeiger ein Interview mit Geraint Anderson veröffentlicht. Daraus die wichtigsten Sätze:
  1. Das System weckt eine gefährliche Gier.
  2. Es wirkt wie eine Droge, die abhängig macht.
Mitglieder dieses Forums vertreten diese Ansicht seit Jahrzehnten. Dabei geht es nicht unbedingt um das Geld an sich - eher um die kapitalistische Art und Weise der Finanzwelt zu viel Macht zu geben. Demokratische Regeln und Grenzen im Finanzsystem könnten dem Geld den Suchtmittelcharakter weitgehen nehmen. Siehe Thesengruppen 1 und 2.