20.9.09

Schwer und permanent unterernährte Menschen

Zahlen der FAO
2000: 785 Mio. / 2008: 854 Mio. / 2009: 1 Mia.

Der Commodity Stock Exchange in Chicago (CSE) ist die weltweit grösste Börse für Agrarprodukte. Nach dem Crash an der Wallstreet Nov./Dez. 07 flüchteten die Hedge Fonds und andere hochspekulative Fonds an die CSE. Damit explodierte das Jahresvolumen der weltweit gehandelten "Nahrungsmittelpapiere":
2000: 10 Mia.$ / 2008: 175 Mia.$ schon per Ende Mai!
Die Spekulanten strichen enorme Profite ein. Cargill, das weltweit grösste Handelshaus auf diesem Gebiet, machte im 1. Quartal 2007 553 Mio.$ Gewinn / im 1. Quartal 2008 1.03 Mia.$* => +86% Quelle
*Boni und Saläre der Spekulanten kommen noch dazu!
Im 1. Quartal 2008 stieg der Weltmarktpreis für Reis um 59% und der Getreidepreis um 61% - die armen Bauern profitierten nicht davon - im Gegenteil: Hunger und Gewinne der Spekulanten explodieren!

These 2.4
Je mehr Kapital gewinnbringend angelegt wird, desto weniger zahlt die Arbeit

Im Kapitalismus wird den Anlegenden so viel Macht gegeben, dass sie die Leistenden mit ihren Ansprüchen ersticken.
Fakten: Gewinne und Hunger explodieren / Die falschen Menschen in Machtpositionen / Katastrophale Krisenbewältigung / Armut in der Schweiz
Ende 2008 zahlten sich die Wallstreet Banker 18 Mia.$** an Boni aus - den 6sthöchsten Betrag aller Zeiten.
Exakt das Zehnfache der
1.8 Mia.$ die im gleichen Jahr von sämtlichen Staaten der Welt zusammen als Hilfe gegen den Hunger aufgebracht wurden. Für 1 Mia. Menschen.
Q: TA 12.9.2009 Constantin Seibt

**
die Anlegergewinne dürften das 4 bis 8 fache dieser 18 Mia. gewesen sein. Die Gewinne an den anderen Börsen, die Krisenaufwendungen der Staaten, ... alles gehört in die Zahl die man mit der Hilfe in Relation setzen müsste => Kapitalismus erzeugt Hunger, Armut, Boom und Krisen.

14.9.09

Leistungsgerechte Marktwirtschaft

Einerseits geht es hier um das politische Ziel einer marktwirtschaftlichen Ordnung die wirtschaftlicher und sozialer Leistung gerecht wird - ganz im Gegensatz zum Kapitalismus der eigentlich nur die Machtposition des Eigentums fördert und damit der gerechten Entlöhnung der Leistungen entgegen wirkt. Essay
Andererseits gibt es Parteien, Pioniere, Bewegungen, Kommunen, Vereine, Stiftungen und Gruppen die in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran gehen oder zumindest gehen wollen - diese Aktivitäten gilt es zu vernetzen um Synergieen zu schöpfen.
Irgendwie muss es auch gelingen für diese Aktivitäten wissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Fundamente aufzubauen. Nur so lassen sich künftig Finanzkrisen verhindern. Dieses Forum ist dafür da. Beispiele: Thesen / Vermögensbegrenzung / Geldemission

24.6.09

Die Nationalbank will die Grossbanken schrumpfen,

doch der Bundesrat schaut weg. Artikel zum Finanzplatz von Gian Trepp.

Wem gehört die Welt? «Die Super-Klasse» von David Rothkopf,

einst stellvertretender Staatssekretär in der Regierung von Bill Clinton, später Manager, Unter­nehmer und Politikberater. Rothkopf versucht die Frage zu beantworten, wem die Welt gehört. Er pflegt keine Verschwörungstheorie von den wenigen Mächtigen, an deren Strippen diese Welt hängt, sondern belegt die eklatante Ungleichverteilung von Macht und Besitz auf der Welt. Er zeigt uns die globale Machtelite von ca. 5 - 7'000 Personen die Märkte dominieren und Regierungen beeinflussen. Das Buch beschreibt nicht nur die Mächtigen, es beschreibt auch derzeit real existierende Grenzen der Demokratie.
Einem Artikel von Wolfgang Storz in der WoZ entnommen.

10.6.09

www.wohlwahr.ch

Es geht darum alles gegen das Abzocken zu tun:
  1. Abzockereien aufdecken
  2. Qaulitätsmerkmale für Unternehmen entwickeln die nicht abzocken
  3. Soziale Unternehmen fördern indem ihre Angebote hervorgehoben werden
  4. Für Gesetze gegen das Abzocken kämpfen
  5. Dienstleistungen für Konsumenten
  6. Dienstleistungen für soziale Unternehmen
  7. Für Unterstützung von sozialen Unternehmen kämpfen
Die Pilotphase ist eröffnet unter www.wohlwahr.blogspot.com
Interessierte Personen und Organistionen melden sich: siehe Kommentar

8.6.09

These 2.2 Allgemeine Erwerbsversicherung AEV

Unter dem Titel "Die Grosse Reform" ist ein neues Grundlagenwerk von Ruth Gurny und Beat Ringger erschienen. Es handelt sich um den sozialpolitischen Reformvorschlag des Denknetzes www.denknetz-online.ch für die Schweiz. Lohnende Lektüre!
Die Umsetzung des Vorschlags würde wirtschaftliche Sicherheit und Demokratie stärken.

22.3.09

Ja, wir können

Robert Misik schickt mit einem leidenschaftlichen Plädoyer die neokonservative Ideologie ins Museum der grossen Irrlehren. Zugleich zeigt er, dass soziale Gerechtigkeit die Voraussetzung für eine gesunde Gesellschaft ist. Mehr Gleichheit ist nicht nur möglich - sie ist auch wirtschaftlich notwendig.

POLITIK DER PARANOIA von Robert Misik © Aufbau Verlag Berlin 2009

18.2.09

Social Quality Web

Das Buch "Die Armut Besiegen" von Dr. M. Yunus definiert das Sozial­unternehmen als dynamisches Mittel zur Lösung wirt­­schaft­licher, poli­tischer, sozialer und ökologischer Probleme. Dieser privat­wirtschaft­liche Ansatz ist von der Grameen Bank und weiteren Organi­sationen in dessen Umfeld erar­beitet worden und ist jetzt ein erprobtes, erfolgreiches Konzept. Es ist weltweit anwendbar - auch in reichen Ländern. Kurze Beschreibungen in Englisch und Deutsch. Das Konzept entspricht einer univer­sellen Ethik, die in der christlichen wie auch in der Ethik der anderen Weltreligionen enthalten ist.
Wichtig ist die Erarbeitung der Qualitätskriterien und einer der regionalen Situation angepassten Definition von Armut. Ansonsten kann man schlicht das Rezept aus dem Buch verwenden.
Zur erarbeitung der Qualitätskriterien und der regional ange­passten Defi­ni­tionen können wir jetzt sqwww.blogspot.com benützen. Künftig wird die URL www.sqw.ch zur Ver­fügung stehen.
Wir wollen ein Sozial­unternehmen aufbauen das als Fernziel in der Lage ist Qualitäts­­zertifi­­zierungen im Bereich Sozial­­unternehmen anzubieten.
NEU am 8.5.2009: Das Projekt für soziale Qualität hat begonnen !

11.2.09

Artikel über Niall Ferguson 'KRISEN - Weltgeschichte des Geldes'

Nach und während der Lektüre von Artikeln in denen sehr fähige Journalisten die Meinung von be­rühmten und einfluss­­reichen Menschen dar­stellen, frage ich mich immer wieder in welchem Mass dies un­wider­­sprochen und un­er­gänzt geschehen muss bzw. soll. Besteht nicht die Gefahr, dass die Meinungs­­bil­dung in unserer Demo­kra­tie negativ be­ein­­flusst wird?

In diesem konkreten Fall frage ich mich beispielsweise wie ein Wissen­­schaf­tler, der es besser wissen müsste, behaupten kann, man habe die heutige Welt­finanz­­krise nicht voraus­sehen können bzw. voraus­­gesehen. Sie schreiben ja nicht, dass er gesagt habe man habe den Zeitpunkt nicht voraus­sehen können, sondern - verstehe ich Sie richtig? - er be­haup­tet allen ernstes, dass man nicht voraus­gesehen habe dass sie irgendwann in irgend einer Form aus­brechen werde! Das obwohl er selbst klar die Instabi­lität des Systems mit den Zahlen beschreibt, die Sie im Abschnitt über das schwindel­­erregende Miss­­verhäl­tnis zwischen Finanz­wirt­­schaft und Real­wirt­schaft erwähnen. Zudem hat er ja gerade ein Buch ge­schrie­ben das die immer wieder auf­tret­en­den Finanz­krisen be­schreibt. Trotzdem behauptet er, er selbst - und die gesamte auf diesem Gebiet ernst­zu­nehmende Wissen­schaft - habe sie nicht kommen sehen. Wie erklären Sie sich diesen Wider­spruch? Welche apole­ge­tische Richtung könnte dahinter stecken? Liegt Ver­blen­dung, Be­triebs­blind­heit seiner Universi­tät, Dummheit oder taktische Absicht vor? Ist er eher einer politischen Richtung als der Wissen­schaft ver­pflichtet?

Es gibt im Wirtschafts­journa­lismus in der Schweiz die Tendenz zu über­sehen, dass die über­höhten Gewinne der Finanz­wirt­schaft und der Besitzenden die Real­wirt­schaft und die aktive Mittelschicht aus­saugen - und die arme Mehrheit auf der ganzen Welt extrem brutal aus­saugen. Das gilt genau gleich ob gerade Boom oder Krise herrscht. So lange das Miss­verhältnis zwischen Finanz­wirt­schaft und Real­wirt­schaft welt­weit anhält, wird Aus­beutung und Instabi­lität die haupt­säch­liche Rea­lität des Wirt­schafts­­systems bleiben. Das Aus­blenden dieser ein­leuchtenden Tatsache erachte ich als die für unsere Demokratie gefähr­lichste 'Betriebs­blindheit' im schweizer Journalismus.
Hier mein Vorschlag einer superkurzen wissen­schaft­lichen Grund­regel: Der gesamte Kapital­gewinn und der gesamte Verdienst der Finanz­branche sollten zusammen in einer gesunden Wirt­schaft nicht mehr als 15% der gesamten Lohn­summe der Real­­wirt­schaft betragen.
Beleuchtende Kommentare: Wenn man die Alters­vor­sorge über Kapital­gewinne mit­finanziert, erhöht sich der Prozentsatz - Ausbeu­tungs­tendenz und Risiko steigen. Regionale Unterschiede sind an sich kein Problem - nur ist die Abhängig­keit einer Region von einer derzeit extrem über­be­wer­teten Branche ein Risiko für die Region - sie riskiert erpress­barkeit.

Die Schweiz scheint nicht mehr die Fähigkeit zu haben dieser Realität in die Augen zu sehen. (mM) Wir befinden uns im Blindflug ohne Autopilot - ist es da noch von Vorteil viel Benzin (Geld) in den Tanks (Banken) zu haben? Wir werden sehen.
Richtig: Diese Fortsetzung war pathetisch, vereinfachend, un­professio­nell. Nur: Wäre es nicht sehr wichtig gemeinsam, demo­kratisch und wissen­schaft­lich am Aufbau einer gesunden (Welt-)Wirtschaft zu arbeiten? Kann man sie weiter­hin neo­liberal-kapita­listischen Blendern überlassen? Ich meine die Schweiz hätte Potenzial und Fähigkeiten sich am Aufbau einer neuen, gerechten Welt­wirt­schafts­ord­nung über­pro­portio­nal oder sogar massgeblich zu beteiligen. Nur: Ist sie gut genug informiert? Hat sie den Mut das Bisherige in Frage zu stellen? Hat sie den Mut eine neue Form der Wirt­schafts­wissen­schaft aufzubauen die am Projekt gerechte, nach­haltige, stabile Finanz­ordung arbeitet?
Viel haben wir Schweizer auf diesem Gebiet noch nicht geleistet - die Chance diese schöne Rolle zu über­nehmen hätten wir schon, denke ich. Aber: Werden Einzelne die es versuchen nicht zu oft öffentlich zur Schnecke gemacht? Machen sie der Mehrheit Angst?

10.2.09

These 2.4.1 - Gesunder Anteil von Finanzbranche und Gewinn

Der gesamte Kapitalgewinn und der gesamte Verdienst der Finanzbranche sollten zusammen in einer gesunden Wirtschaft nicht mehr als 15% der gesamten Lohnsumme der Realwirtschaft betragen. Neues Material

Beleuchtende Kommentare:
  • Wenn man die Altersvorsorge über Kapitalgewinne mitfinanziert, erhöht sich der Prozentsatz - Ausbeutungstendenz und Risiko steigen.
  • Regionale Unterschiede sind an sich kein Problem - nur ist die Abhängigkeit einer Region von einer derzeit extrem überbewerteten Branche ein Risiko für die Region - sie riskiert erpressbarkeit.
  • «Das Weltfinanzsystem ist so explosionsartig gewachsen in den letzten Jahrzehnten, dass es die Realwirtschaft im Verhältnis fast auf zwerghafte Dimensionen hat schrumpfen lassen.» Niall Ferguson in seinem neuen Buch «Der Aufstieg des Geldes – die harte Währung der Geschichte»
  • Überhöhte Gewinne der Finanzwirtschaft und der Besitzenden saugen die Realwirtschaft und die aktive Mittelschicht aus* - und die arme Mehrheit auf der ganzen Welt wird brutal ausgesogen. Das gilt genau gleich ob gerade Boom oder Krise herrscht. *Gilt nicht zwangsläufig in jedem Fall aber im Wesentlichen.
  • So lange das Missverhältnis zwischen Finanzwirtschaft und Realwirtschaft weltweit anhält, wird Ausbeutung und Instabilität die hauptsächliche Realität des Wirtschaftssystems bleiben.

4.2.09

These 2 - Prioritätenliste gegen Wirtschaftskrisen

  1. Integration aller Schichten in den wirtschaftlichen, demokratischen und gesellschaftlichen Prozess. Armut bekämpfen, in Kooperation mit den Betroffenen Menschenrechte realisieren.
  2. Zu viel Abkassiertes muss wieder sinnvoll verwendet werden, damit den produktiven Wirtschaftskräften genügend Spielraum zur effizienten Weiterarbeit und Weiterentwicklung bleibt. Abzockerrechte müssen deshalb beschnitten werden - bis hin zu notrechtlichen Teilenteignungen von Superreichen. >Menschenrechte vor Abzockerrechten!<
  3. Wirtschaft stabilisieren - jetzt alle rechtlichen und notrechtlichen Möglichkeiten nutzen um den notleidenden Schichten zu helfen und den Privilegierten Managern, die versagt haben, die Hebel der Macht zu entziehen. Leider machen die Staaten oft das Gegenteil. Sie versuchen das kranke Weltfinanzsystem zu retten was wiederum der Abzockerei freien Lauf lässt - auch während der Krise. Der Film 'Grounding' inkl. 2. DVD Dokumaterial - erhältlich in Videotheken - schildert detailliert wie das abläuft. Ansehen! So informiert kann man sich gut ausmalen wie wir diesmal mittels UBS Rettungspaket abgezockt werden. Marcel Ospel ist zwar nicht mehr UBS CEO aber wir befürchten, dass das System Ospel weiterlebt. Auch deshalb: >Boni zurück!<
  4. Demokratische Regulierung, Transparenz und Kontrolle im Finanzsektor sind für die Entwicklung einer sozialen und nachhaltigen Marktwirtschaft notwendig. Das Kapitalistische Finanzsystem hat versagt. Es ist ineffizient und krisenanfällig.

3.2.09

Schweiz - UBS: Steuermilliarden zur Sicherung der Boni

Der Gewinn der UBS betrug im Jahr 2006 12.3 Milliarden Franken. Sie verteilte im gleichen Jahr 12.4 Milliarden an Boni – 53% der gesamten Personalausgaben!
Im nächsten Jahr schrieb die UBS bereits einen Verlust von 4,4 Milliarden Franken. Die Summe der Boni belief sich 2007 auf 12.1 Milliarden Franken – 49% der Personalkosten.
2008 bekommt die UBS vom Staat 6 Milliarden Franken. Gleichzeitig werden ihre Bestände an faulen Wertpapieren im Umfang von 62 Milliarden durch eine von der Nationalbank eingerichtete Auffanggesellschaft gekauft.
Thomas Held, Direktor des wirtschaftsnahen Think Tanks Avenir Suisse, erinnert an frühere Rettungsaktionen zugunsten der Berner und der Genfer Kantonalbank bei denen nur etwas mehr als die Hälfte verwertet werden konnte (Tages-Anzeiger vom 20.10.08).
Man schätzt, dass die UBS 2008 zwischen 5 und 7 Milliarden Boni an Grossverdiener innerhalb der Bank verteilen wird.

Wie schafft das die UBS nur, sich so durchzusetzen?
Wir haben hochinteressante Zusammenfassungen gefunden: Fakten zu Merz und Haltiner Essay zur Überwindung der Finanzkrise Neue Materialien

Der Druck auf Menschen mit niedrigen Löhnen und niedrigen Renten hat schon seit Beginn der neoliberalen Welle in der Schweiz zugenommen. Auch Menschen mit höheren Einkommen verspüren mehr Druck - vor allem bei kleinem Vermögen.
Besonders schwierig wird es jetzt für sozial denkende UnternehmerInnen mit wenig Finanzreserven.
Radikale Ungleichheit bei den Vermögen. Die Rückverteilung dieser blockierenden Anhäufungen - die auch Klumpenrisiken sind - ist eine Möglichkeit die Marktwirtschaft zum Vorteil der Mehrheit wieder in Schwung zu bringen (These 2).

2.2.09

Neustart Schweiz - Neustartbar Zürich Nord

Das neue Buch von P.M. das am 27.10.2008 im berner Käfigturm die Vernissage erlebte, schlägt nicht mehr und nicht weniger vor als die Neugründung der Schweiz. Sein Konzept basiert auf möglichst selbstorganisierenden und selbstversorgenden Gruppierungen mit ca. 500 Mitgliedern. Startvorschlag sind ungezwungene lokale Treffen von Interessenten unter dem Stichwort 'Neustart Bar'.
Das Buch wurde nicht auf Grund der Finanzkrise oder im Hinblick auf Diese geschrieben. Das Thema des Autors hat nur jetzt - eher zufällig - genau den richtigen Zeitpunkt getroffen. Erinnern Sie sich vielleicht an seine Bücher bolo bolo / Subcoma / ... ?


Auch dieses Forum findet die Idee attraktiv soziale Gruppierungen zu schaffen oder Bestehende zu unterstützen, die sich nach und nach von kapitalistischen Abhängikeiten lösen und der Demokratie neue Kraft verleihen wollen. Gerne nehmen wir jetzt die Gelegenheit wahr die Idee eines lokalen Treffs, die schon lange auch in unseren Hinterköpfen herumgeistert, umzusetzen:
  • Wer möchte am ersten Treffen teilnehmen? Bitte Kommentar hinterlassen!
  • Datum, Zeit und Ort möchten wir mit den Interessierten absprechen.
  • Themenvorschlag: (auch andere Vorschläge sind willkommen!)
  1. Was haben die demokratisch, kulturell und wirtschaftlich erfolgreichen Phasen in der Geschichte der Schweiz gemeinsam mit der Methode der Grameen Bank*? (Autorenkommentar: * beginnt bei 5 Personen - wesentlich naheliegender als die 500 von P.M. - das Buch des Bankgründers Muhammad Yunus "Die Armut besiegen" ist Spitze: Sozialunternehmen als Ansatz zur Lösung der grossen Menscheitsprobleme)
  2. Basiert eine integrierte, demokratische Gesellschaft auf enger unternehmerischer und nachbarschaftlicher Kooperation oder genügt das Arbeitgeber - Arbeitnehmer - Schema kombiniert mit Gewerkschaften?
  3. Welche Bedürfnisse möchten wir mit einer lokalen Kooperation abgedeckt haben? Vorschlag: Vernetzen von bestehenden Sozialunternehmen und solchen die es werden wollen.

1.1.09

(mM) => Markige Metaphern

Mit diesem Symbol markieren wir Stellen die nicht zu wörtlich zu nehmen sind...

29.12.08

Integration: Erfolgreiche Methoden

Absatz 1 der These 2 postuliert eine erstrebenswerte Integration aller Schichten in den wirtschaftlichen, demokratischen und gesellschaftlichen Prozess. Untenstehende Ansätze sind dafür wahrscheinlich nützlich:

18.12.08

Franklin D. Roosevelt

Ursprünglich reiches Muttersöhnchen mit Ambitionen. Mit Hilfe der Demokratischen Partei rettete er mit seinem "New Deal" die USA aus der schlimmsten Wirtschaftskrise Jahrhunderts. Die wichtigsten Elemente:
  • Die Masse zu vernünftigen Löhnen beschäftigen
  • Börsenaufsicht
  • Abtrennung des Investmentbankings von den normalen Banken
  • Die Superreichen zur Kasse bitten
  • Sozialwerke wie Arbeitslosenversicherung
  • Senkung der Steuern für das Kleingewerbe
Seine Ehefrau, Eleanor Roosevelt unterstützte ihn sehr und arbeitete auch nach dem Tod Franklins am 12. April 1945 als ranghohe Diplomatin konsequent am Erfolg der UNO Menschenrechtskovention. >>Menschenrechte

5.12.08

Zweck: Ein Forum zum Mitmachen !

Krisen, Ineffizienz, Unsicherheit, Ungerechtigkeit, Hunger, Elend, ... das alles nimmt nur zu statt ab! Die heute dominierende Wirtschaftsweise und ihre ökonomische Theorie haben versagt.

Wir können uns eine Marktwirtschaft mit neuen Regeln vorstellen, die allen Menschen, der Natur und den künftigen Generationen wesentlich besser dient.

Hier wollen wir in deutscher Sprache diese Alternativen besprechen und Belege für die Notwendigkeit dieser Alternativen sammeln.

Wir sind Laien, Experten und Interessierte die interdisziplinär und kooperativ an diesen Themen arbeiten wollen. Dieses Forum soll unserer Vernetzung dienen. Wir wollen eigene Texte und Kommentare beisteuern und uns gemeinsam einen Überblick und eine Linksammlung erarbeiten.

Wer teilnehmen will, kann jetzt sofort die Kommentarfunktion nutzen. Am besten gleich beim Beitrag der am meisten interessiert oder am besten zur Frage passt. Ihr Kommentar wird nach kurzer Zeit automatisch öffentlich sichtbar sein.
Für Blog- bzw. Internetforum - Neulinge ist in den Kommentaren zu diesem Beitrag eine Anleitung enthalten.

10.11.08

Erbschaftssteuer auf Bundesebene

Wenn das oberste Prozent der Steuerpflichtigen gleich viel Vermögen auf sich vereinigt wie 95% aller Steuerpflichtigen zusammen besitzen* ...
... dann kann man nur noch die restlichen 4% der Steuerpflichtigen dem 'Mittelstand' zuordnen.
* Tatsache im Kanton Zürich 2003, Tendenz verschärfend...

Der Zürcher Ökonom Hans Kissling fordert eine nationale Erbschaftssteuer die Erbschaften über 1 Mio. Fr. pro Person mit 50% besteuert.
Demzufolge würde ein Erbe von 10 Mio. wenn es gleichmässig auf 10 Erben verteilt wird nicht besteuert. Wenn 10 Mio. an 2 Erben gehen, würden 4 Mio. der Allgemeinheit zugute kommen.
Diese Einnahmen sollen dazu verwendet werden die Steuern auf kleine und mittlere Einkommen zu senken.

Das Hauptargument ist die Feudalisierungstendenz die heute eine grosse Gefahr für Demokratie und Wirtschaft darstellt.
Beispiel Zürich im Jahr 2003: Die 3 reichsten Zürcher haben mehr als die ärmere Hälfte der Bevölkerung zusammen.
Seither ist das Ungleichgewicht noch extremer geworden.

9.11.08

Armutskonferenz von unten

Normalerweis im Pfarrhaus, Pfarrgasse 1, 8401 Winterthur
Treffen von Betroffenen die etwas in Winterthur zur Verbesserung ihrer Position organisieren wollen. Kontakt zu Kirchgemeinden und Behörden. www.armutskonferenzvonunten.ch

26.10.08

Die einzelnen Kapitel

Als Ordnungsgerüst haben wir folgende Kapitel definiert:
  1. Zweck - Einführung zu diesem Blog
  2. Thesen - kurz formulierte Vorschläge über die wir diskutieren
  3. Organisationen - die sich mit unseren Themen befassen
  4. Personen - die sich mit unseren Themen befassen
  5. Methoden
  6. Aktuelle Ereignisse - die auf grosses Interesse stossen und anhand unserer Thesen analysiert werden können. Auch ältere Ereignisse die besprochen werden oder besprochen wurden.
  7. Theorien
  8. Projekte
  9. Blogtechnik - Besprechung unserer technischen Weiterentwicklung und Hilfe für Benutzer
Die Seitenleiste enthält neben den Kapteln Stichworte die uns wichtig sind:
  • Demokratie
  • Qualitätswesen
  • Web
  • usw.
Alle obigen Punkte lassen sich in der Seitenleiste anclicken um im Hauptfeld nur die Beiträge anzuzeigen die zum jeweiligen Kapitel - bzw. Stichwort - gehören.

18.10.08

These 3 - Armut reduzieren heisst Menschenrechte realisieren

Die richtige Prioritätenliste um die Armut zu reduzieren ist:
  1. Menschenrechte Realisieren - Armut bekämpfen, in Kooperation mit den Betroffenen. Integration aller Schichten in den demokratischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozess.
  2. Abzockerrechte beschneiden - bis hin zu notrechtlichen Teilenteignungen von Superreichen. Das zu viel Abkassierte muss wieder sinnvoll verwendet werden, damit den produktiven Wirtschaftskräften genügend Spielraum zur effizienten Weiterarbeit und Weiterentwicklung bleibt. >Menschenrechte vor Abzockerrechten!<
  3. Wirtschaft stabilisieren - jetzt alle rechtlichen und notrechtlichen Möglichkeiten nutzen um den notleidenden Schichten zu helfen und den Privilegierten Managern, die versagt haben, die Hebel der Macht zu entziehen. Leider machen die Staaten oft das Gegenteil. Sie versuchen das kranke Weltfinanzsystem zu retten was wiederum der Abzockerei freien Lauf lässt - auch während der Krise. Deshalb unterstützen wir die Aktion "Einkauf statt Freikauf" und die Forderung >Erbschaftssteuer auf Bundesebene!<
  4. Demokratisches Finanzsystem entwickeln Das Kapitalistische hat versagt. Es ist ineffizient und krisenanfällig. Demokratische Regulierung, Transparenz und Kontrolle im Finanzsektor sind für die Entwicklung einer sozialen und nachhaltigen Marktwirtschaft notwendig.
Diese Prioritätenliste ist gleichzeitig gegen die aktuelle Finanzkrise und künftige Wirtschaftskrisen einsetzbar! Siehe These 2

Leider kennen wir noch kaum Organisationen oder gar Staaten oder Wirtschaftsverbände die klar an diesen Aufgaben arbeiten. Sie wären für die Menschheit entscheidend - höchste Zeit, dass die Politik, die Wissenschaft und ... wir Alle daran arbeiten.

Ansätze die wir sehen:

  1. Amnesty International und ATD Vierte Welt starten zur Zeit die Kampagne "Gerechtigkeit gegen Armut". Sie arbeitet eindeutig am obigen Punkt 1. Uns ist noch nicht klar ob es von diesen Organisationen aus gesehen erwünscht ist die obigen Zusammenhänge mit ihrer Kampagne in Verbindung zu bringen. Wenn die ganzen Zusammenhänge gesehen werden, könnte eine gemeinsame Kampagne mit der ganzen Gewerkschaftsbewegung und allen politischen Parteien und NGO denen das Schicksal der Armen nicht egal ist, aus diesem Ansatz heraus entstehen. Sie hätte das Potenzial zu einer weltweiten Bewegung heranzuwachsen. Allerdings sollten sich unbedingt auch staatliche Institutionen und Verwaltungen an einer solchen Kampagne beteiligen.
  2. Alternativbanken entwickeln innerhalb des Kapitalismus Methoden die das Potenzial haben als Modell für die Punkte 3 - 4 zu dienen. Auch ein bisschen was zu Punkt 2 und 1.
  3. Soziale Mikrokreditinstitute wie die Grameen Bank arbeiten an der Integration von Armutsbetroffenen in die Wirtschaft und damit eher indirekt an der Realisierung der Menschenrechte. Dort entwickelten Modelle könnten in Konzepte für die Punkte 2 - 4 einfliessen.
  4. Die ökologische Bewegung arbeitet an der Anwendbarkeit von Nachhaltigkeitskriterien - auch für ein neues Finanzsystem sehr brauchbar. Die Ökobilanzierung ist ein interessanter Ansatz.
  5. Ein reicher Schatz an Vorschlägen ist in Foren, Büchern und real gelebten Beispielen vorhanden.

These 4.2 - Geld ist eine Art Rauschmittel

Anlässlich der Weltfinanzkrise 2008 wurde im Tages-Anzeiger ein Interview mit Geraint Anderson veröffentlicht. Daraus die wichtigsten Sätze:
  1. Das System weckt eine gefährliche Gier.
  2. Es wirkt wie eine Droge, die abhängig macht.
Mitglieder dieses Forums vertreten diese Ansicht seit Jahrzehnten. Dabei geht es nicht unbedingt um das Geld an sich - eher um die kapitalistische Art und Weise der Finanzwelt zu viel Macht zu geben. Demokratische Regeln und Grenzen im Finanzsystem könnten dem Geld den Suchtmittelcharakter weitgehen nehmen. Siehe Thesengruppen 1 und 2.

These 4.1 - gesunde Menschen arbeiten gern

Psychisch und sozial gesunde Menschen setzen sich unter allen Umständen entsprechend ihren Fähigkeiten zum Wohl ihrer Mitmenschen ein. Nicht pausenlos - aber 'hauptberuflich'. Der Einsatz für den Mitmenschen ist unsere Berufung. Selbstfindungsphasen bilden manchmal eine Ausnahme - andererseits sind Selbstfindungsphasen die mit Arbeit für Mitmenschen verbunden sind oft erfolgreicher.

Anders ausgedrückt: Wem die Möglichkeit genommen wird, sich für seine Mitmenschen einzusetzen oder sich dazu verführen lässt diesen Lebenssinn zu vernachlässigen wird wahrscheinlich chronisch krank. Beispielsweise suchtkrank.

These 4.1.1 - Kampagnen gegen 'Schwarzarbeit' sind kontraproduktiv
denn sie machen den Menschen Angst ihre Berufung zu leben. Siehe These 4.1

These 4.1.2 - Auch deshalb führt der Weg über die Menschenrechte. Das ist die ideale Basis für die Organisation, Integration und Politisierung der Working Poor, des informellen Sektors und der prekär Arbeitenden. Nicht über deren Einschüchterung durch diffamierung ihres Einsatzes als 'Schwarzarbeit'!
In dieser Hinsicht müssen gerade auch die Gewerkschaften ihre bisherige Haltung überdenken. Sie müssen sich entscheiden ob sie nur als Schadensbegrenzer in einer kranken Gesellschaft funktionieren wollen und dadurch ein Teil des kranken Systems sein wollen oder lieber zur Gesundung der Gesellschaft beitragen möchten. Natürlich muss der gewerkschaftliche Kampf für anständige Löhne weiter gehen - aber nicht auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen!

Deshalb erhoffen wir von den Gewerkschaften eine klare Verurteilung der Plakataktion gegen die 'Schwarzarbeit' die in diesem Herbst in der Schweiz deutlich Druck machte.

Unsere Thesen 2 und 3 könnten den Gewerkschaften ev. als Anregung dienen.

17.10.08

Mitgliedschaft - Beitrittserklärung

Mitglieder unseres Forums können auch das Recht erlangen eigene Beiträge in diesem Forum zu veröffentlichen, die dann auch öffentlich kommentiert werden können.
Wer hinter der folgenden Erklärung stehen kann, ist herzlich eingeladen die Mitgliedschaft zu beantragen.

Ich bin davon überzeugt, dass Elend nicht unabänderlich ist und bekunde meine Solidarität mit allen Menschen, die für die Überwindung des Elends kämpfen. Ich ehre die Opfer von Hunger, Unwissenheit und Gewalt und verteidige die Menschenrechte.
Bitte kopieren Sie obigen Text auf einen Brief oder in ein Mail an uns, ergänzt mit Namen, Adresse, Telefonnummer. Wenn Sie das Ganze öffentlich machen wollen, können Sie auch gerne die Anmeldung als Kommentar zu diesem Post veröffentlichen.
Wir werden mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

These 1.2.1 - Nationalbanken

Nationalbanken* sollen nach ökosozialen Kriterien grosszügige und günstige Kredite vergeben. Künftig muss verhindert werden, dass so viel Geld in Abzockereien und Spekulationsblasen fliesst.
*gilt in der Schweiz auch für Kantonalbanken

Anti Abzock Blog

Projekt der Initiatoren das eine Kooperation mit einigen Organisationen voraussetzt.
Es geht darum alles gegen das Abzocken zu tun:
  1. Abzockereien aufdecken
  2. Qualitätsmerkmale für Unternehmen entwickeln die nicht abzocken
  3. Soziale Unternehmen fördern indem ihre Angebote hervorgehoben werden
  4. Für Gesetze gegen das Abzocken kämpfen
  5. Dienstleistungen für Konsumenten
  6. Dienstleistungen für soziale Unternehmen
  7. Für Unterstützung von sozialen Unternehmen kämpfen

16.10.08

Im selben Boot... (Finanzkrise life)

"Der Finanzsektor hat mehr Probleme als er wert ist."
Wir sitzen im selben Boot, aber mit anderen Rollen. Die Leute, die in der Lage sind das Schiff zu versenken, sind dummerweise auch die welche die Rettungshelikopter an Deck befehligen. Eigentlich sollten diese Offiziere gar nicht auf der Kommandobrücke stehen. Sie sind inkompetent und können weder Karten lesen noch navigieren. Sie sehen nicht, dass das Schiff eine langfristige wirtschaftliche Aufgabe erfüllt und sorgen deshalb nicht für seinen Unterhalt. Aber sie profitieren von der Versenkung, bevor sie im letzten Moment abheben. Die Passagiere und die gemeine Schiffsbesatzung sind nicht sehr glücklich über dieses Arrangement.
Die Mainstream Medien sind Teil der Wall-Street-Gemeinschaft und reflektieren getreulich die Ansicht ihrer Mitglieder. Vor allem die Fernsehstationen.
James K. Galbraith, US-Ökonom, 56, Sohn des berühmten John Kenneth Galbraith.

15.10.08

Konstruktionsfehler im Finanzmarktsystem

Hans Rudolf Strahm, NZZ am Sonntag, 12.10.2008

Der ursächliche Kontstruktionsfehler des Finanzsystems liegt in Basel. ... Die BIZ ist ein zwielichtiges Gebilde, sie ist weder eine staatliche noch eine voll private Bank. ... Der "Basler Ausschuss" ist faktisch ein amerikahöriges Selbstorganisationsgremium der Banken.

Weitere Überschriften: Gefangene Aufsicht / Das dicke Ende

Englische Version dieses Forums

Wir suchen interessierte ÜbersetzerInnen.
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Margrit Kennedy

Architektin, Stadtplanerin und Ökologin. Autorin.
  • GELD OHNE ZINSEN UND INFLATION, Ein Tauschmittel das allen dient, 1991, satrk überarbeitete und erweiterte Ausgabe, Goldmann Verlag.
  • INTEREST AND INFLATION FREE MONEY, 1988, englisch, Permaculture Publications, 1989 schwedisch, 1990 dänisch und deutsch, 1991 norwegisch,

14.10.08

Wangari Maathai

"Mutter der Bäume". Die erste afrikanische Friedensnobelpreisträgerin.
Herder Spektrum hat 2004 ein schönes Taschenbuch von Stefan Ehlert über sie herausgegeben.

Vandana Shiva

* 1952 in Indien. Physikerin und Philosophin. Gründerin und Direktorin der Research Foundation for Science, Technology and Ecology, Neu-Delhi. Autorin:
  • ERD-DEMOKRATIE, Alternativen zur neoliberalen Globalisierung, Rotpunktverlag, 2006
  • GERAUBTE ERNTE, Biodiversität und Ernährungspolitik, 2004
  • DER KAMPF UM DAS BLUAE GOLD, Ursachen und Folgen der Wasserverknappung, 2003
Ökologie, Frauenrechte, dezentrale Ökonomie - das sind ihre zentralen Themen.

12.10.08

Bernard A. Lietaer

Fachmann für Geld - Weltspitze!
Bernard Lietaer war Professor für Internationales Finanzwesen in Leuven, Berater für mehrere südamerikanische Regierungen und europäische Institutionen sowie für multinationale Konzerne auf vier Kontinenten und Präsident des elektronischen Zahlungssystems in Belgien. Fünf Jahre lang beschäftigte er sich mit dem Entwurf und der Durchsetzung der europäischen Währung, dem Euro.
Er hat einige empfehlenswerte Bücher geschrieben:
  • Das Geld der Zukunft
  • Mysterium Geld
Pünktlich zur Finanzmarktkrise ist ein kurzes, passendes Werk erschienen:
Jenseits von Gier und Knappheit
Erneuerung der Weltordnung durch ein neues Geldsystem
Als pdf zum runterladen - leider nur Text
Schöner dargestellt auf der connection.de Seite - leider mit viel Reklame

11.10.08

Naturwissenschaftliche Ökonomie ©

In den letzten Jahren ist ein Website entstanden die den neuen Begriff Naturwissenschaftliche Ökonomie © einführt. Leider ist sie noch nicht als änderungsfreundliches Forum verfügbar.

Wenn Interesse besteht, könnten wir die Site in dieses Forum integrieren und die Inhalte zur Diskussion stellen.

Ein sensationeller Aspekt des neuen Begriffs ist die Trefferliste. Versuchen Sie's:
Google Suche nach dem Begriff "Naturwissenschaftliche Ökonomie"

Neben ganz wenigen SPAM Treffern gibt es nur unsere Treffer. Der neue Begriff birgt die Chance eine weltweit gültige Bedeutung festzulegen. Deshalb sind die Initiatoren auf die Idee gekommen den Begriff mittels Copyright zu schützen. So kann diese Bedeutung nicht legal umgedeutet werden und für die Verwendung des Begriffs können wir Regeln festlegen. Ein grosses Problem im Bereich Politik und Ökonomie sind die je nach Interessenlage und Ansicht umgedeuteten Begriffe.
Da auch eine relativ intensive Literaturrecherche zu Beginn des Websiteprojekts keine Treffer ergab, war der Autor vorerst enttäuscht - nach einiger Überlegung erkannte er aber die grosse Chance die in diesem Begriff liegt.
TeilnehmerInnen an diesem Forum können potenziell vom Vorteil dieses Begriffs profitieren.
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Organisationen in der Schweiz

These 1.2 - ökosoziale Kreditvergabe

Demokratische, ethische, ökologische und soziale Kreditvergabekriterien machen die Marktwirtschaft effizienter, stabiler, gerechter und nachhaltiger als herkömmliche Profitoptimierungskriterien.

These 1.1.5 - Spekulationsgewinne besteuern

Steuern auf Spekulationsgewinne - statt auf erarbeitetem Einkommen - würden Stabilität und Prosperität bringen.

These 1.1.4 - Vermögensobergrenze

Eine Obergrenze für Vermögen könnte die Marktwirtschaft stabiler, gerechter und effizienter machen. neuer Begründungstext
Einige Autoren und Politiker sind der Ansicht, dass eine vernünftige Erbschaftssteuer - in der Schweiz auf Bundesebene - genügen würde um der Feudalisierungstendenz entgegen zu wirken.

These 1.1.3 - Klumpenrisiko Grossvermögen

Grossvermögen über die Einzelpersonen verfügen sind ein Klumpenrisiko für die Wirtschaft.

These 1.1.2 - Marktwirtschaft ohne Kapitalismus

Die Marktwirtschaft wird stabiler, gerechter und effizienter wenn es gelingt sie vom Kapitalismus zu befreien.

These 1.1.1 - Der Kapitalismus hat versagt

Krisen, Ineffizienz, Unsicherheit, Ungerechtigkeit, Hunger, Elend. Abzockerei, Suchtverhalten, Abhängigkeit von Superreichen und abzockenden Topmanagern, Kriminalität, ...
Der Kapitalismus hat weder Sicherheit noch Prosperität noch Gerechtigkeit noch Freiheit gebracht und schon gar keine Chancengleichheit.
1% der Zürcher haben so viel wie 95% * ...

10.10.08

These 2.5 Vier Punkte Programm gegen die Finanzkrise (Schweiz)

von Gian Trepp (4.10.08 im ostschweizer Tagblatt)
  1. Die Einführung des sogenannten Trennbankensystems, also die separate Organisation des rein spekulativen Wertschriftenhandels der Investmentbanken und des volkswirtschaftlich nötigen Bankgeschäfts der Geschäftsbanken.
  2. Ausbau des staatlich garantierten Geschäftsbankenbereichs: Stärkung der Kantonalbanken und Ausbau der Postfinance zur Postbank mit Staatsgarantie.
  3. Die Konsolidierung der neuen Schweizer Finanzplatzholding SIX als Betreiberin der Finanzinfrastruktur. Eine funktionierende Infrastruktur ist zukünftig für die Vermögensverwaltung wichtiger als das Bankgeheimnis.
  4. Die Nachbesserung des neuen Finanzmarktaufsichtsgesetzes (Finmag). Die neue Überwachungsbehörde muss gestärkt werden, der Einlegerschutz verbessert und der Begriff Systemstabilität aus Standortsicht neu definiert werden.